meine mama ist vor 3 monaten von uns gegangen. sie war 15 Jahre krank hatte an der leber krebs und ein bisschen überall metastasen! wieso weine ich nicht jeden tag? wieso trauere ich anders als die anderen? meine familie und ich wir reden über mama und sagen auch ab und zu das sie das nicht will oder so! als ob sie noch hier wäre. wir haben ihr ein kleines altar gemacht und ich spreche mit ihr. mach ich was falsch oder? ich war bis zum schluss mit meiner mama jedentag zusammen. egal was sie gebraucht hat sie es bekommen. ich bin so froh das sie noch meine tochter kennenlernen durfte. meine mama war erst 50 jahre jung als sie gestorben ist. habe mir schon überlegt in einem hospizu arbeiten zu gehn, aber ich kann es doch nicht. als meine mama 2 wochen tot war bin ich in die disco gegangen habe mir vorwürfe gemacht aber ich musste raus raus aus der trauer und ich bin jedes mal auch besoffen wenn ich weg gehe.
Hallo Casey, mein Mitgefühl zum Tod deiner Mutter!
Trauer ist ein Prozess, der nicht auf Knopfdruck "Tod-->Trauerschalter an" funktioniert. Beim einen kommen die Tränen gleich, beim anderen später. Teilweise werden wir von unserem Unterbewusstsein geschützt, indem es uns ummantelt und sich das Ereignis erstmal setzen lässt, bevor wir in der Lage sind, beim aufkommenden Schmerz nicht zusammenzubrechen.
Hast du Angst vorm Weinen? Hältst du es vielleicht unbewusst-bewusst zurück? Oder könnte es dich befreien?
Ich denke nicht, dass du etwas falsch machst. Wenn man von Trauer nichts Näheres weiß, macht man alles instinktiv, und das ist für den Moment sicher richtig.
Es ist schön, dass deine Mutter noch deine Tochter kennenlernen durfte. Das hat ihr und euch sicher viel gegeben.
Disco und Feiern nach Todesfällen - naja, das sind alte Traditionen, die uns das verbieten, aber das muss nicht heißen, dass jeder einzelne sich das zu eigen macht. Wenn du Ablenkung brauchtest, um nicht immer im Kreis zu denken über die Tatsache des Todes, der ja doch nicht abänderbar ist, so ist das sicher nicht überzubewerten, so dass du dich jetzt schuldig fühlen müsstest.
Wenn du jedoch Alkohol als Trauerarbeit ansiehst, bitte ich dich, da genauer hinzuschauen. Möchtest du dich betäuben, um nicht an den Schmerz des Verlustes denken zu müssen? Oder trinkst du, um endlich weinen zu können? Gibt ja Menschen, die nach Alkoholgenuss melancholisch werden...
Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig tragen und ein wenig helfen, deine Gedanken zu sortieren. Schreib gern wieder, ich bin hier und habe ein offenes Herz für dich, liebe Grüße, Romaschka
ich glaube, es gibt kein richtig oder falsch in Bezug auf das Trauern um einen lieben Menschen. Es gibt keine Anleitung zum Trauern, keinen roten Faden und keine Eckpunkte, die man unbedingt und zwingend durchleben sollte. Es gibt Menschen, die sich monatelang zu Hause vergraben, alle Kontakte abbrechen und fast selbst nicht mehr leben möchten, weil der geliebte Mensch von Ihnen gegangen ist. Und es gibt Menschen, die sofort wieder am Leben teilnehmen, so, als wäre nichts passiert, die nicht über Ihren schmerzlichen Verlust reden und weitermachen. Und es gibt viele andere Menschen, die ganz anders, eben auf Ihre eigene Art mit Ihrer Trauer umgehen.
Kein Mensch trauert genau, wie ein anderer Mensch. Jeder verarbeitet seinen Schmerz anders und jede Art, dies zu tun ist genau die richtige, denn sie hilft, den Schmerz über den Verlust des nahestehenden Menschen zu verarbeiten und wieder zum Leben zurückzukehren.
Casey, Du machst absolut nichts falsch! Du schreibst, Du sprichst mit Deiner Mama und ihr habt einen kleinen Altar für sie gemacht. Das ist doch ein sehr persönliches und wunderschönes Ritual und gleichzeitg eine liebe Erinnerung an eure Mama. Ich denke mir, Du hast alles für sie getan, was Du konntest und das bis zum Schluss. Ich finde es bewunderswert und sehr stark von Dir, dass Du bis zum Schluss bei Deiner Mama warst. Du brauchst Dir keine Vorwürfe machen! Nein, wirklich nicht. Nicht dafür, wie Du persönlich mit Deiner Trauer umgehst.
Und genauso, wie es beim Umgang mit Trauer und Schmerz kein richtig und falsch gibt, so gibt es auch keinen Zeitpunkt, wo man die Trauer verarbeitet haben sollte. Trauer braucht Zeit! Und zwar soviel Zeit, wie Du selbst ihr geben magst. Alles ist okay und richtig.
In vielen Hospizvereinen werden sogenannte "Trauergruppen" angeboten, in denen man mit anderen Menschen, denen ähnliches wiederfahren ist, über seinen Schmerz und die Trauer sprechen kann. Vielleicht würde Dir das auch helfen, mit dem Weggang Deiner Mama besser fertig zu werden.
ich kann weinen. ich weine auch. aber nicht so oft wie ich dachte. dachte immer mein leben wäre am ende wenn sie nicht mehr da ist. das gefühl das ich gerade habe ist als ob sie garnicht mehr hier bei uns ist sondern wie immer im krankenhaus oder sie wäre in kroatien. aber dann wenn ich zum grab gehe realiesiere ich es.
aber ich denke auch das meine tochter eine sehr grosse hilfe ist. hätte ich sie nicht bekommen weis nicht wie es jetzt um mich stände.
ich habe sehr grosse angst das ich es vielleicht irgendwann zusammen brechen werde und nicht mehr weiter weis. meine mama war meine .... wie soll ich sagen sie war meine mama freundin alles in einem. wir haben oft miteinader geredet über alles. ach ich weis auch nicht.
mein papa hat gestern geweint und gesagt das er keine lust hat mehr zum leben. ich sagte zu ihm er solle stark sein.
was ist oft und was nicht? Läßt sich das für Dich in Zahlen ausdrücken? Spielt das eine Rolle? Ich finde das nicht. Es ist doch nicht entscheidend, wie oft man weint. Und es wäre auch in Ordnung, nicht zu weinen. Wie ich in meiner vorherigen Antwort schon sagte, jeder hat seinen eigenen Weg und jeder Weg ist richtig und gut, wenn er aus der Trauer hilft:) Sieh doch, Du wählst gerade den Weg über unser Forum hier und ich wünsche mir wirklich für Dich, dass wir Dich in Deiner Trauer hier etwas stützen können.
Eure Mama ist bei Euch, in Euren Herzen! Aber ich kann verstehen, dass man manchmal einfach nicht realisieren möchte, dass der geliebte Mensch nicht mehr real da ist und eine ernüchternde Bestätigung in Form des Grabes z.B. sucht.
Ich hatte auch in meiner ersten Antwort geschrieben, dass es manchmal gut ist, mit anderen, denen ähnliches wiederfahren ist, das heißt, denen ein geliebter Mensch genommen wurde, zu reden, sich auszutauschen, gegenseitig Trost und Hilfe zu finden. Geteiltes Leid ist halbes Leid! Vielleicht könnte diese Möglichkeit auch Dir helfen.
Ich finde es nicht schlimm, dass Dein Papa geweint hat. Und manchmal sagt man aus lauter Verzweiflung auch Dinge, die man nicht so meint, nur, weil man keine Hoffnung hat, keinen Weg aus einem Tal sieht. Kein Mensch kann immer stark sein und oft kehrt man auch gestärkt aus einem tiefen Tal zurück, durch dass man lange gehen musste... Es gibt immer einen Weg, immer eine Hoffnung...:)
Zitat von Casey mein papa hat gestern geweint und gesagt das er keine lust hat mehr zum leben. ich sagte zu ihm er solle stark sein.
Stark sein? Nein! Er muss nicht stark sein, er darf weinen, er darf äussern keine Lust zum Leben mehr zu haben. Das alles sind doch normale Trauerreaktionen auf den Verlust eines geliebten Menschen. Nimm ihn in den Arm, weint gemeinsam und lass ihm seine Trauer ausleben. Seid gemeinsam "schwach", um stark zu werden.
Deine über alles geliebte Mama hinterlässt ein Loch in Deinem Alltag! Dieses Loch wird gespeist von Gedanken an die alltäglichen Gewohnheiten der geliebten Mutter! Diese Gedanken gehören auch zur Trauerarbeit! Dieses Loch wird sich erst wieder füllen können, wenn diese Gedanken verblassen! Wenn Du sagst, ihr Tod ist noch gar nicht ganz bei Dir angekommen, dann hast Du mit unbewußter Verdrängung zu tun!? Deshalb weinst Du vielleicht auch nicht so oft! Es ist gut, daß Du dir ein sichtbares Zeichen (den Altar)gesetzt hast. Aber offensichtlich reicht dieser nicht aus für Dich! Nimm vielleicht im nächsten "Gespräch" mit Deiner Mama, Ihren Tod ganz bewußt an!! Wenn Du das tust, dann brauchst Du Dich auch nicht zu fürchten, daß Du irgendwann zusammenbrechen wirst!
Alles Gute, MSty!
Als Mensch zu den Menschen gehen, ... das ist eine Aufgabe!
Ich kann mich nur anschließen. Deine mama hinterläßt eine große Lücke. Es gibt viele Wege der Trauer und keiner ist richtig oder falsch. Nur individuell. Trauer verändert sich ist mal stark mal schwach. Nach Ruth.M. Smedding einer Trauerbegleitung gibt es 4 Reaktionen auf Trauer tun fühlen vermeiden denken
Man macht viele Schritte wenn man trauert, und es ist wichtig dir zu leben/auszuleben.
Da kommt mir wieder ein Spruch in den Sinn, den ich sehr passend finde
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserem Leben, drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.
ich denke jeden tag an meine mama und bin auch jeden tag am grab nehme auch meine tochter mit.
es gibt tage da geht es mir richtig gut weil sie in meinen träumen kam und einmal sagte sie sogar das ich ihr sehr fehle. aber dann war ich am grab und es tat soooo weh das ich sie nicht mehr umarmen kann.
wenn mein vater weint will ich ihn umarmen aber er gleich ins bad das wir es nicht sehen. ich weis nicht wie ich mit ihm umgehen soll. versuche mit ihm über mama zu reden blockt er auf einer art und weise immer ab.
ich weis es geht ihr jetzt gut da wo sie jetzt ist und irgendwann sehen wir uns wieder.
habe mir auch vorgenommen zum phsyhater (weis gerade net wie man es schreibt) zu gehn. weil es mahct mir sorgen das ich nur schlechte dinge sehe von meiner mama wie z.b wie sie im krankhaus liegt und wie es ihr schlecht geht. kann mich auch nicht mehr an meine kindheit erinnern.
dankeschön für die lieben worte.
Ein kleines gedicht noch:
Wenn Du geboren wirst, weinst Du. Aber alle Menschen um Dich herum lachen und freuen sich.
Wenn Du stirbst, wird es genau andersrum sein.
Es tut weh, einen Menschen zu verlieren. Weil wir uns allein gelassen fuehlen, weil wir realisieren, den geliebten Menschen nie wieder zu sehen, weil es noch so vieles gibt, was wir sagen wollten. weil wir Lebenden die Trauer des Abschiedes tragen.
Aber das ist immer nur unsere Sicht. Ist es nicht ein wenig egoistisch, immer alles aus unserer Sicht sehen zu wollen?
Wenn ein Mensch stirbt, so verschwindet er nie ganz. Er bleibt doch in unseren Herzen, wenn wir das wollen. Und wer weiss, ob wir ihn nicht irgendwann wieder sehen?
Trauer tut weh, deshalb solten wir nicht trauern, dass wir einen Menschen verloren haben, sondern sollten dankbar sein, dass wir ihn kennen und lieben durften.
Früher haben die Mensche immer gedacht, sie müßen stark sein-nur keine Gefühle. So ist es in der Generation schon gewesen. Tränen sind doch so befreiend und auch wenn man danach erschöpft ist es löst sich was. Ich weine auch manchmal um meine Oma, in momenten wo ich sie gerne bei mir hätte. Dann ist auch der Schmerz da, den du beschreibst. Dieser Platz, den ein Mensch ausfüllt der bleibt leer. Oft ist es schwer, ältere Menschen aus dem Loch der Einsamkeit zu ziehen. Vielleicht helfen euch gemeinsame Ritauale. Und die Idee mit der Therapie finde ich sehr gut. Ich habe auch sehr lange Zeit eine Therapeutin besucht. Und es hat was gebracht. Mir wurde sogar eine Kur nahegelegt, weil ich mit Depressionen, Essproblemen und diversen anderen Dingen zu kämpfen hatte. Aber es ging auch so. Es hat sich vieles verändert, ich habe neue Seiten kennegelernt. Sei einfach mal lieb gedrückt. Du bist nicht alleine. Wie alt ist Dein Papa denn?
Stärke und Festigkeit in der Trauer gibt es nicht, denn das, was man ursprünglich als Stärke und Festigkeit ansieht, ist nichts anderes, als Trauer nicht zuzulassen, sie zu unterdrücken und der Versuch, einen imaginären Schutzpanzer auf- und einzurichten, weil man fälschlicherweise vermeint, das man so den Trennungs-Schmerz nicht fühlt und spürt. Trauer bedeutet, das in einem Menschen ohne seinen Wunsch und Willen eine liebende Bindung radikal durch-trennt wird, aufgrund dieses Trennens entsteht durch die Trennung von dem Geliebten ein Verlust, ein Verlieren, und das, was das Geliebte vorher als Platz und integrierter Teil eines liebenden Selbst und Menschen einnahm, ist nun nicht mehr da, an seinem Ort, es hinterlässt eine Leere.
Dieses radikale Durchtrennen , dieses Verlieren von Etwas und Jemandem, welches und welchen wir lieben, empfinden wir in der Trauer als den Trennungs-schmerz. Diesen Schmerz können wir aushalten, indem wir durch die Trauer gehen, oder wir versuchen, das aber auch vergeblich, ihn zu vermeiden, indem wir die Leere in uns mit etwas auffüllen möchten, was gar nicht als Ersatz für das verloren gegangene Geliebte ist. Uns hilft auch keine Rüstung und kein Panzer des Unterdrückens wie der Ignoranz.
Trauer ist in ihrem Schmerz und Leid ein Prozess des Fliessens. Gefühle im Menschen werden empfunden und gefühlt, weil sie fliessen. Schmerz ist Gefühl, Leid ist Gefühl, das Empfinder der Leere ist ein Gefühl - Trauer ist somit ein Fluss im Leben - und gehört zum Lebensfluss. Wenn wir einen Fluss stauen durch einen Damm, dann unterbrechen wir diesen Fluss, und es sammelt sich vieles an, was jetzt nicht mehr fliessen kann. Gestautes Wasser sucht sich einen Aus-weg, um fliessen zu können - Gefühle auch. Auch sie suchen verzweifelt einen Ausweg, heraus-gelassen zu werden, wenn sie mit dem Damm der Unterdrückung im Menschen selbst angestaut werden. Stehendes Wasser wird brakig und sumpfig - angestaute Gefühle auch, denn sie richten sich, wenn sie in uns feststehen, gegen uns selbst, machen uns krank. Dies ist das verzweifelte Versuchen, das sie sich auf der Ebene des Körpers aus-drücken wollen, aber das ist in diesem Falle ein falscher Weg, denn er bringt sie dadurch nicht in den von ihnen benötigten Fluss, in ihr fliessen.
Wie geschieht aber ein gesundes: in Fluss bringen? Indem wir Gefühle dort hinaus-lassen, wo sie entstehen, aus dem Trauernden selbst, aus seinem Inneren in ein Aussen. Herauslassen ist zulassen, nicht verhindern, nicht eindämmen und einsperren. Wenn wir Trauer herauslassen und Zulassen möchten, müssen wir uns all den Gefühlen, welche sie ausmachen, öffnen. Offenheit ist Weite, und wenn wir uns weit machen, indem wir unser Herz öffnen und zulassen, was in ihm vorhanden ist, dann fliessen wir, dann sind wir im Lebensfluss, wir sind im Leben und am Leben. Der Fluss der Trauer führt uns ins Leben selbst zurück, er schenkt uns Leben, unser Leben.
Beistand für Trauernde bedeutet, ihnen zu helfen und beizustehen, durch Liebe, Mitgefühl, Mittragen und Miteinanderleiden zulassen zu können, sich zu öffnen, sich vom Fluss der Trauer tragen zu lassen und wieder zurück ins Leben zu fliessen. Trauerbegleitung heisst, sich und dem Trauernden zu gewähren, sich dem Lebensfluss zu überlassen, im Vetrauen darauf, das wir nicht in der Trauer untergehen, sondern das er uns ins Leben führt, weil wir wieder mit dem Leben fliessen werden.
Wenn wir mit dem Leben fliessen, fliesst uns auch vieles zu, was das Leben selbst ausmacht, was das Leben selbst ist. Leben ist Liebe, Freude und Glück. Wenn wir uns, indem wir durch die Trauer gegangen sind, dem Leben wieder öffnen, indem wir uns ihm gegenüber weit machen, um es einzulassen, dann wird sich das, was in uns durch die Trennung des Geliebten leer gemacht wurde und eine Lücke hinterlassen hat, wieder mit Liebe, Glück und Freude füllen - füllen mit Leben.
Wenn Leben Liebe ist, dann werden wir das Geliebte, was wir vermeinen, unwiderbringlich verloren zu haben, dennoch in uns wiederfinden, denn Liebe geht über den Tod hinaus. Und wenn wir das, was wir geliebt haben, in unserem Herzen als Liebe und mit Liebe in Erinnerung halten, dann lebt das Geliebte in uns weiter, nicht auf dieser Lebensebene, aber in der Liebe selbst. Und so mögen die Tränen des Leids über den Verlust des Geliebten zu Perlen der Liebe werden, welches uns das Geliebte selbst schenkt, in unserem Herzen, in unserer Liebe, in unserer Freude und unserem Glück.
Deine Trauer ist die eine Sache, die Trauer Deines Vaters eine Andere! Gib ihm einfach Zeit in seiner eigenen Art und Weise darüber hinwegzukommen! Einer weint sich die Augen raus, ein anderer ist nur noch wütend, ein Dritter muß sich alles von der Seele reden und ein Vierter schweigt, ... jeder für sich, jeder anders. Wenn auch niemand den Anderen versteht, ... so ist es vielleicht eine Erleichterung, den Anderen einfach mit seiner Art zu trauern, zu akzeptieren .... ihm einfach Raum geben! Niemand kann den anderen aus seinem Leid über den Verlust erlösen. Jeder ist mit seinem Leid alleine und einsam. Niemand erwartet, daß die Trauer in drei Monaten abgeschlossen ist ...!!! Die Bilder Deiner Mutter, wie sie krank ist und leidet überwiegen in Deinem Leben vielleicht, deshalb hast Du diese Bilder auch eher vor Augen!? Aber es ist gut sich zu erinnern. Und es ist gut, dafür zu danken, daß man diesen oder jenen Schritt mit der Heimgegangenen zusammen gehen durfte, daß man Schönes und Schmerzliches zusammen erfahren, erlebt, empfunden und gedacht hat! Der Schmerz über den Verlust wird auch nicht nachlassen, nicht so schnell jedenfalls. Er wird gehen und wiederkommen, wie er will. Du wirst ihm ausgeliefert sein und ihn erleiden, und vielleicht wird er eines Tages wie ein unauffälliger Gast in Deinenm Herzen wohnen. Gib auch Dir die Zeit, die Du brauchst! Einen Psychologen zu Rate zu ziehen, finde ich eine gute Idee! Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Erfolg!
Alles Gute, MSty!
Als Mensch zu den Menschen gehen, ... das ist eine Aufgabe!
meine Mutter liegt im Moment mit schlimmen Schmerzen im sterben. Ich trauere um sie seit der Diagnose "Krebs" von 2 Jahren. Ich weine seit 2 Jahren jeden Tag um sie und sie ist noch nicht mal tot. Wie lange werde ich wohl noch weinen nachdem sie mich verlassen hat ? Ich werde noch millionen von tränen vergiessen - nicht weil ich falsch trauere, sondern weil ich sie über alles in diesr welt liebe. ich würde mein leben für das ihre geben. Intensive trauer steht im direkten Verhältnis zur Liebe und zum Gefühl desjenigen, den Du vermisst, - wenn Du lieben kannst, muss Du in so einem Fall leiden. Bringe deiner Tochter bei zu lieben und nimm in Kauf, dass Sie eines Tages auch leiden und weinen muss wenn Du sie in dieser Welt zurücklässt, denn nach dem Leiden wird man ein stärkerer Mensch - Der Tod ist das einzige was wir haben, dass uns lehrt wie wertvoll das leben ist.
Ich habe auf deine Frage geantwortet, denn ich stellte meiner Mutter vorhin selbst die Frage wie soll ich trauern und ob Sie leidet wenn sie weiss dass ich trauere. Sie sagte ich soll mich um meine Kinder bemühen und oft an Sie denken und viel von Ihr erzählen, denn mein jüngstes baby ist erst 2 Jahre alt und wird sie nie richtig kennenlernen und ab und zu soll ich ruhig weinen wenn ich sie vermisse. Der Gedanke dass Sie versuchen wird mich zu beobachten und beschützen von wo auch immer Sie sein würde, lies mich gleichzeitig schmunzeln und weinen.
Der Gedanke an ihren baldigen Tod lässt mich unendlich leiden und Schmerzen empfinden, manchmal gehe ich nachts in den Wald nahe unserem Haus und heule laut, - so laut wie ein Wolf - in unsrer Stadt glauben manche Menschen schon an einen Werwolf, aber das bin nur ich, in diesem Moment bin ich ein keiner Junge der im Begriff ist seine Mama für immer zu verlieren......
Du tust nichts verkehrtes, indem Du weinst und ein patentrezept zum trauern gibt es auch nicht. Rede mit deiner Mutter, sie ist doch auf jedenfall ein teil von Dir und somit in deinem Herzen. Sei stark und nehme deine Lebenskraft aus dem Anblick deines Kindes......so mache ich es jedenfalls.
In vielen jahren werden mich menschen und enkel fragen wie ich das jemals überwunden habe, da ich mit begeiterung und leuchtenden augen von meiner ma erzählen werde - und ich werde sagen: ich habe getrauert - und zwar richtig......
Liebe Casey, ich wünsche Dir von ganzem herzen alles gute und viel kraft, dein leid hat mich sehr berührt.
ich wollte mich bei euch dedanken das ich meinen kummer bei euch ausäuern durfte und das ihr mir so liebe beiträge geschriben habt.
uns geht es jetzt ein bisschen besser, wir reden über mama und gehen jeden tag zu ihr. ab und zu träume ich von ihr, was nicht oft vor kommt (das tut mir weh).
das letzte mal träumte ich von ihr wie ich sie angeschriehen habe und habe zu ihr gesagt warum kommst dunicht mit. dann stand ich vor einem haus und ich sah sie in einem langen kleid und sie hatte engelsflügel. von links kam meine verstorbene oma und reichte ihr die hand und sie ging mit ihr. der traum hat mir richtig gut getan, weil ich weis das es ihr gut geht und das sie bei ihrer geliebten mutter ist.
Ich habe einige dinge von meiner mama gelernt, und ich weis egal was in unserem leben passiert man darf die hoffnung nie aufgeben und wir werden unsere geliebten menschen wieder sehn.
dankeschön mama ich liebe dich und vermiesse dich. larissa läuft schon wie eine weltmeisterin sie kann noch nicht rennen aber sie versucht es :O) sie wird jetzt auch ein bisschen zickig.
meine mutter ist auch an krebs vor 15 jahren gestorben. ich habe ihre hand bis in den tod gehalten. danach habe ich mich völlig betrunken. weinen konnte ich auch nicht. ich schleppe bis heute noch viele ungeweinte tränen mit mir rum. habe immer wieder viel mit alkohol betäubt. meine tochter ist mit 17 jahren im november 2005 in der elbe ertrunken. und ich habe wieder zum alkohol gegriffen. das ende vom lied ist, dass mir jetzt das jugendamt meinen 11jährigen sohn wegen des alkohols und meiner schlechten seelischen verfassung wegnehmen will. du hast eine tochter. pass gut auf dich auf. lass den stoff weg. deine mutti schaut von da oben irgenwo zu. wenn es sowas gibt, dann ist sie jetzt euer schutzengel. versuch deine trauer auszuleben, hol dir hilfe. sonst kommt irgendwann der bummerang. ich kann nur aus erfahrung sprechen. ich habe bis heute den tod meiner mutter nicht verarbeitet und stehe mit einem meer von tränen im bauch nun auch noch dem tod meiner über alles geliebten, so zarten und fröhlichen tochter gegenüber. habe demletzt wieder getrunken, um all mein leid rausweinen zu können. jetzt suche ich hilfsanker, um alle trauer ohne alkohol bewältigen zu können. geh in den wald und schrei, rede mit deiner mutter. aber bitte keinen alkohol. deine mutti ist bestimmt stolz auf dich. das klingt zwar beschissen, aber das leben geht weiter. du hast dich und deine tochter. eine tochter ist für eine mutter etwas ganz besonderes. sie braucht dich und du brauchst sie. ich habe keine mutter und keine tochter mehr. genieße ds leben mit ihr. geh in die disco, dreh die boxen auf. unsere toten angehörigen wollen, dass wir "leben" und zwar gut leben und uns nicht selbst kaputtmachen. liebe grüße von biggy