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Wie wird die Alzheimer-Krankheit behandelt? Eine Heilung der Alzheimer-Krankheit ist derzeit nicht möglich. Trotzdem muss man dem geistigen Zerfall nicht tatenlos zuschauen. Je früher die Alzheimer-Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Chance, den Krankheitsprozess zu verlangsamen. Jedoch lässt sich nach bisherigem Wissensstand auch mit der effektivsten Therapie der Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit nur durchschnittlich um ein Jahr verzögern. Alzheimer ist eine ständig fortschreitende Erkrankung. Als Erfolg muss deshalb bereits gewertet werden, wenn sich der Zustand der Patienten nicht verschlechtert oder wenn der geistige Verfall verlangsamt wird. Arzneien, die das Absterben der Nervenzellen verhindern können, gibt es bisher noch nicht. Ziel der Bemühungen ist es, die Alltagskompetenz der Betroffenen möglichst lange zu erhalten. Dazu werden hauptsächlich Medikamente eingesetzt, aber auch Krankengymnastik oder Ergotherapie. Die Therapie von Alzheimer bedarf viel Erfahrung. Deshalb ist es wichtig, dass der Patient in speziellen Instituten und von erfahrenen Fachärzten behandelt wird. Die vielversprechendsten Medikamente für die beginnende Alzheimer-Krankheit sind zur Zeit die Acetylcholinesterase-Hemmer. Diese Arzneien helfen, den Signalaustausch zwischen den überlebenden Nervenzellen zu verbessern. Sie steigern die Verfügbarkeit des Signalstoffs Acetylcholin, indem sie das Enzym Acetylcholinesterase blockieren, das im normalen Gehirnstoffwechsel das Acetylcholin abbaut. Sie sind jedoch nur in frühen Stadien der Erkrankung sinnvoll. Für die bereits mittelschwere bis schwere Demenz zeigen NMDA-Antagonisten die besten Erfolge. Sie verhindern die Nervenüberreizung durch den Botenstoff Glutamat. Ein Zuviel dieses Botenstoffes schädigt die Nervenzellen und lässt sie zugrunde gehen. Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die auf unterschiedliche, oft auch nicht genau bekannte Art die Gehirnleistungen verbessern sollen. So sollen Extrakte des Ginkgo-Baums das Gehirn besser mit Sauerstoff und Glucose versorgen, indem sie die Durchblutung fördern. Kalzium-Antagonisten sollen den gestörten Kalzium-Stoffwechsel der Nervenzellen normalisieren und dadurch die Weiterleitung von Informationen verbessern. Huperzine A ist eine Substanz, die aus einem seit langem in der chinesischen Volksmedizin verwendeten Moos gewonnen wird und ein Hirn-Enzym blockiert, dass bei der Alzheimer Krankheit beteiligt ist. Die Wirksamkeit dieser natürlichen Substanz wird in Studien untersucht. Einige Ärzte raten auch zu einer zusätzlichen Gabe von Vitamin E. In wie vielen Fällen und im welchem Maße mit diesen Substanzen tatsächlich eine Verbesserung herbeigeführt werden kann, läßt sich nicht pauschal in Zahlen fassen. Ein Behandlungsversuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn er vielleicht nicht zu deutlichen Veränderungen führt. Da die Alzheimer-Demenz laufend fortschreitet, ist auch ein Stillstand der Erkrankung bereits ein Behandlungserfolg. Manchmal sind zusätzlich Medikamente gegen Unruhe oder Schlafstörungen gegen parkinsonähnliche Bewegungsstörungen oder Depressionen notwenig. Sehr erfolgsversprechend sind begleitende Therapien: Bewegung unter physiotherapeutischer Anleitung kann ebenso anregend sein wie die systematische Nutzung handwerklicher und künstlerischer Fähigkeiten (Ergotherapie). Sinnvoll sind auch spezielle Behandlungsformen, wie sie in den von Psychologen und Sozialarbeitern betriebenen Gedächtniskliniken betrieben werden. Voraussetzung einer solchen Behandlung ist, dass sie den Patienten fördern und nicht überfordern. Info-Quelle: http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/alzheimer.htm
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