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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Demenz/Alzheimer
ingoborm Offline

Webmaster und Administration Technik
Beiträge: 937

13.11.2005 12:34
Wie erkennt der Arzt die Alzheimer? antworten

Wie erkennt der Arzt die Krankheit?

Obwohl immer wieder von einfachen Tests berichtet wird, kann Alzheimer mit letzter Sicherheit erst nach dem Tod eines Patienten festgestellt werden, wenn im Gehirn die typischen Ablagerungen zu finden sind. In der Praxis kommt es darauf an, so früh wie möglich eine möglichst sichere Diagnose zu stellen. Dabei wird der Arzt den Patienten und gegebenenfalls dessen Angehörige zunächst nach der Krankheitsgeschichte befragen und dann verschiedene Untersuchungen durchführen, die andere neurologische und psychiatrische Erkrankungen ausschließen können.

Dazu gehören neben der Entnahme einer Blut- und einer Liquorprobe die Erstellung eines Elektrokardiogramms (EKG) und ein Ultraschall der hirnversorgenden Blutgefäße. Eine Abbildung des Gehirns mit Hilfe der Computer-Tomographie (CT) oder besser der Kernspin-Tomographie (MRT) sollte bei allen Patienten durchgeführt werden um andere Erkranken des Gehirns zu erkennen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können. Eine Darstellung der Hirnströme mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) kann zwar durchgeführt werden, zeigt jedoch meistens unspezifische Veränderungen, die nicht beweiskräftig für eine Alzheimer-Demenz sind. Teure, aber relativ aussagekräftige Methoden sind die Single-Photon-Emissions-Tomographie (SPECT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Diese zeigen bei einer vorliegenden Alzheimer-Demenz eine Verminderung von Durchblutung und Stoffwechsel in bestimmten Bereichen des Gehirnes an. Wegen ihrer hohen Kosten werden diese Methoden jedoch nicht überall routinemäßig eingesetzt.

Verbreiteter und einfacher sind neuropsychologische Tests. Mit einem kurzen Leistungstest ermittelt der Arzt durch wenige Fragen und Zeichnungen die geistige Leistungsfähigkeit. Am häufigsten wird der so genannte Mini-Mental Status Test (MMST) eingesetzt, der etwa zehn Minuten dauert. Der Patient muss dabei Wörter behalten, rechnen, zeichnen und einfache Anweisungen befolgen. Beim nächsten Besuch kann der Test wiederholt werden, wobei der Vergleich der erzielten Werte einen Anhaltspunkt liefert, ob sich der Zustand des Patienten gebessert oder verschlechtert hat. Sehr aussagekräftig ist auch der Uhrentest, bei dem es gilt, ein Zifferblatt zu zeichnen.

Obwohl es derzeit keine Aussicht auf Heilung gibt, kann die Diagnose Alzheimer für viele Patienten und Angehörige auch entlastend wirken, weil sie eine Zeit quälender Unsicherheit beendet. Nun kann gemeinsam über Vorsorgemaßnahmen entschieden werden. Die anstehenden Veränderungen lassen sich leichter bewältigen. Eine möglichst frühe Diagnose ist aber auch deshalb sinnvoll, weil die heute verfügbaren Medikamente zu Beginn der Krankheit am besten wirken und weil keine wertvolle Zeit verschwendet werden sollte.

Info-Quelle: http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/alzheimer.htm

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