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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Bestattung
Ahasveru Offline

Administration Forum

Beiträge: 6.581

28.09.2005 13:05
Was ist eine Feuerbestattung? antworten

Feuerbestattung
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Unter Feuerbestattung (auch Leichenverbrennung) versteht man in unserem Sprachgebrauch die Verbrennung einer Leiche in einem Krematorium und die anschließende Beisetzung der Asche in einer Urne. Wird die Asche nicht beigesetzt, sondern ins Meer gesenkt, spricht man von einer Seebestattung.

Geschichte

Die Verbrennung des Körpers eines Verstorbenen ist in vielen Kulturen bekannt und gebräuchlich. Der Umgang mit der Asche war dabei verschieden: Sie wurde verstreut - an Land oder auch in einem Gewässer - oder aufbewahrt in einer Urne, einer Vase oder einen Krug.

Im Christentum wurde dagegen die Feuerbestattung jahrhundertelang abgelehnt. Der Grund ist in einem engen, wörtlichen Verständnis der Auferstehung der Toten zu suchen. Wenn der Körper des Verstorbenen bei der Auferstehung wieder zum Leben erweckt werden sollte, durfte er nicht verbrannt werden. Die Erdbestattung orientierte sich dagegen an der Grablegung Jesu Christi.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von Freidenkern die Feuerbestattung propagiert, häufig in bewußter Abgrenzung zur christlichen Bestattungskultur. Dies führte zum Beispiel 1905 zur Gründung des Verbandes "Freidenker für Feuerbestattung".

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Feuerbestattung mehr und mehr akzeptiert. In Großstädten sind heute mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen.

Heutige Praxis

Die Durchführung einer Feuerbestattung bedarf einer gesonderten Genehmigung. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist.

Eine Trauerfeier kann bei einer Feuerbestattung vor der Verbrennung mit dem Sarg des Verstorbenen stattfinden oder nach der Verbrennung mit der Urne.

Der Leichnam wird mit dem Sarg in einem Krematorium verbrannt. Ein Schamottestein mit einer Nummer, der zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche. Die Asche wird nach der Verbrennung gemahlen, um eventuelle größere Überreste zu zerkleinern. Anschließend wird sie in eine Aschenkapsel gefüllt. In deren Deckel werden Name, Geburts-, Todes- und Einäscherungsdatum eingeprägt. Zur Beisetzung kommt die Aschenkapsel in eine Überurne, die überwiegend dekorative Zwecke hat.

In Deutschland besteht trotz einiger Diskussionen um diese Frage nach wie vor die Pflicht zur Beisetzung der Urne auf einem Friedhof (Friedhofszwang).

Die starke Zunahme der Feuerbestattung in den letzten Jahrzehnten hat seinen Grund zum einen in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab. Andererseits spielen auch ästhetische und hygienische Überlegungen eine Rolle. Im Gegensatz zur Verwesung des Leichnams im Boden gilt die Verbrennung als sauber. Auch ist die Schadstoffbelastung des Bodens nach der Verbrennung geringer.


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