Wir haben einen Film gesehen von Sterbebegleitung in der Schweiz . Wieso kann es in Deutschland nicht auch so laufen ? Ich war mächtig beeindruckt . Ich glaube wenn es hier keine Ehrenamtliche geben würde ,wär es noch viel trostloser.
In Antwort auf:Wir haben einen Film gesehen von Sterbebegleitung in der Schweiz . Wieso kann es in Deutschland nicht auch so laufen ?
Liebe Atoronja, ich persönlich finde das ja toll, das Du einen Film gesehen hast. Nur: Ich, und auch manch anderes Mitglied oder manch anderer Gast, haben diesen Film nicht gesehen. Dann stellst Du eine Frage, auch das ist ganz toll. Nur: Kannst Du uns denn, jenen, welche den Film nicht gesehen haben, bitte erklären, warum was in Deutschland nicht auch so laufen kann? Weil: Wie soll man Dir auf solch eine Frage antworten, wenn jene, welche den Film nicht gesehen haben, gar nicht wissen, auf was Du Dich beziehst? Und das würde man schon gerne wissen, um Dir zu antworten, denn bei mir klingeln bei dem Thema: Sterbebegleitung in der Schweiz die Alarmglocken in Richtung Dignitas und Sterbehilfe. Also: Könntest Du uns bitte freundlicherweise aufklären über das, worauf Du Dich beziehst?
In Antwort auf: Ich glaube wenn es hier keine Ehrenamtliche geben würde ,wär es noch viel trostloser.[/quote
Und hier bitte das Gleiche: Worauf beziehst Du Dich?. Was wäre noch trostloser, wenn es in Deutschland keine ehrenamtlichen Mitarbeiter geben würde? Könntest Du uns bitte etwas ausführlicher beschreiben, was Du meinst und ansprichst, damit wir mitkommen, Dich verstehen und Dir dann auch auf Deine Fragen antworten und Stellung beziehen können?
Es wurde weder von Dignitas und Sterbehilfe gesprochen .Sie haben sehr viel Zeit für Sterbende ,hinterher wird ein Tisch fertig gemacht mit Erinnerunsstücke ,Bilder ,Kerze bleibt stehen bis zur Beerdigung.Jeder kann sich noch mal persönlich verabschieden ,auch die anderen Bewohner. Einer Patientin ging es sehr schlecht und da wurde sie gefragt was ihr Freude bereiten würde ,sie sagte ihre Katze.Sie durfte dann bis zum Schluß ihre Katze bei sich behalten ,brauchte dadurch weniger Schmerzmittel . Ich habe noch nie gehört ,das Sterbende in Deutschland ihre Tiere bei sich haben dürfen in einen Hospitz. Wir haben gestern ein Heim besucht und es wurde bestätigt ,das keiner Zeit hat die Hand zu halten ,jedenfalls selten , wenn es soweit ist.
Ja, in vielen Altenpflegeheimen ist man tatsächlich meist vordergründig nur mit der reinen Pflege der älteren Menschen beschäftigt. Der mitmenschliche Aspekt fehlt. Das Zuhören, das "sich Zeit nehmen" und auch ein Stück weit Liebe für die Menschen bleibt da außen vor. Es ist die traurige Wirklichkeit, wobei ich nicht behaupten möchte, dass das für alle Altenpflegeheime in Deutschland zutrifft.
Die Realität sieht in den meisten Alterheimen so aus, das es viel zu wenig Personal giebt. Der Verdienst für die Leistung zu klein ist,und den Leistungen nicht angemessen. Der alte Mensch in erbärmlichem Zustand einfach so vor sich dahinsicht, biss er Stirbt. Das kann mann nicht schönreden, den es ist einfach Fackt.
Es ist aber auch Fakt, dass diese Aussage nicht allgemeingültig zu sehen ist. Es gibt sicher auch ne Menge Altenpflegeheime, in denen es anders läuft. Und ne Menge Pflegerinnen und Pfleger, die sich um die alten Menschen bemühen.
Insgesamt ergibt sich aus den beiden letzten Postings, welche in ihrer Kernaussage richtig sind, das anzustrebende Ziel, das sich Pflegeeinrichtungen mit der Hospizbewegung und der Palliativmedizin vernetzen als ein Integrationsprojekt. Dieses ist auch schon im Gange, aber zugegebenermassen noch recht jung und zu vereinzelt. Das anzustrebende Ziel ist, das solch ein Projekt flächendeckend zur Verfügung gestellt wird, mit Dachverbänden und kostentragenden Trägergesellschaften. Hervorragend wäre es, wenn solch ein Netzwerk auch in eine Regelversorgung für die ganze Bevölkerung und auch alle Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt wird. Das ist somit auch eine Aufgabe und Verantwortlichkeit von Politik, Staat und der Gesetzgebung gegenüber der Bevölkerung, aber jene zieren sich noch, weil die Problematik sterbender und schwerstkranker Menschen noch zu sehr tabuisiert und aus der Gesellschaft ausgegrenzt wird. Es gilt also, gerade auf diese Letztgenannten durch durch flächenbreite, gezielte, spektakuläre und beteiligungsstarke Aktionen Einfluss zu nehmen.
Ich kann Jana da zustimmen, dass die negativen Beispiele nicht als Regelfall zu sehen sind. Grade vor kurzem war ich rein informativ in einem neuen Pflegeheim hier vor Ort. (Ich suche ja Stellen, wo ich mich um Arbeit bewerben kann nach dem Examen)
Dort ist es möglich, dass Haustiere beim Bewohner bleiben, so sie denn gewöhnt sind, im Zimmer zu leben. Es kam und kommt dort öfter vor, dass Katzen als Haustier dort mitwohnen! Das ist doch eine erfreuliche Entwicklung! Immer mehr Pflegeheimleiter sehen es so, dass ihre Heime nicht als sterile Krankenhäuser zu betrachten sind. Das fängt damit an, dass das Personal nicht mehr überall in weißer Dienstkleidung zu sehen ist, sondern in normaler Alltagswäsche - die natürlich bei 60 °C waschbar sein muss. Und geht weiter, dass Menschen, die nicht täglich abgeseift werden möchten, das auch nicht gegen ihren Willen werden. Dass es Einrichtungen gibt, wo die alten Menschen in kleinen Wohnküchen noch mit vertrauten Beschäftigungen betraut werden und dass eben auch Tiere im Haus erlaubt werden.
Liebe Atoronja, bitte schreib doch mal, wie der Titel des Films war, den Ihr gesehen habt! Vielleicht finden wir den link dazu sogar im Netz und können uns so alle ein besseres Bild machen.
Hallo Romaschka leider weiss ich nicht wie der Film heißt ,versuche es aber nächste Woche noch raus zubekommen.Also von Berlin habe ich sowas noch nicht gehört ,das Tiere auch rein können ins Hospitz.
Die neue Entwicklung geht dahin Pflegeheime besser zu machen, also in dem Krankenheim wo wir sind hat sich in den letzten Jahren auch durch unser Hospiz gewandelt.