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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Allgemeines zu Sterben, Tod und Trauer
Jana78 ( Gast )
Beiträge:

25.10.2005 19:28
Wieso wir nach dem Tode leben (2) antworten

Der Tod bedeutet nur das Ablegen des Erdenkörpers; wir selbst aber leben weiter. Dieses Wissen öffnet das Tor zur Ganzheit unseres Seins und ermöglicht auch die Antwort auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens.
Von Richard Steinpach.

Aber auch dieser feinstoffliche Leib, von dem eben die Rede war, ist von dem irdischen noch zu artverschieden. Deshalb ist zwischen dieser feinstofflichen Seele und dem grobstofflichen Erdenkörper noch ein notwendiger Übergang eingeschoben, der sogenannte Astralkörper. Er kommt in seiner Beschaffenheit dem Erdenkörper schon sehr nahe; er ist dessen unmittelbares Vorbild, gleichsam sein Modell.

Das mag, wenn man es so sagt, vielleicht befremdlich erscheinen. Aber wir wissen heute, daß die kleinsten Bausteine unserer Materie, die Neutronen, Protonen und Elektronen immer unstofflicher werden, je tiefer man in ihre Eigenschaften eindringt. Und nun überlegen Sie bitte: Wie alles Stoffliche besteht doch auch unser Körper nur aus solchen Elementarteilchen.

Wenn wir weiter in Betracht ziehen, daß alles, was uns als festgefügter Stoff erscheint, wissenschaftlich erwiesen aus Strahlung entsteht, aus jenem Unbegreiflichen, aus dem einst das Universum entstand, daß hier ein unaufhörlicher Wechselprozeß im Gange ist, der Strahlung in Teilchen und Teilchen in Strahlung verwandelt, dann, meine Damen und Herren, sagt uns das doch ganz deutlich: Unsere gesamte irdische Welt formt sich - so könnte man sagen - von oben nach unten, sie ist schlechthin das Ergebnis eines fortlaufenden Verdichtungsprozesses.

Die Existenz verfeinerter Hüllen ergibt sich daher fast schon als logische Folge aus unserem physikalischen Weltbild. Wie erweiterungsfähig dieses Weltbild jenseits der Grenze festgefahrener Vorstellungen ist, läßt sich allein schon daraus ersehen, daß etwa die Erkenntnisse der Relativitätstheorie, der Quantenphysik, der Molekularbiologie oder der Radioastronomie vor Jahrzehnten noch als Hirngespinste, als Okkultismus oder Aberglaube belächelt worden wären.
Halten wir also jene drei Begriffe nochmals fest, mit denen wir uns im folgenden zu beschäftigen haben werden:
Da ist einerseits der grobstoffliche Erdenkörper, den man auch als die "sterbliche Hülle" zu bezeichnen pflegt, weiter der ihm in seiner Beschaffenheit sehr nahe kommende Astralkörper und schließlich der Geist in seiner feinstofflichen Körperhülle, die sogenannte Seele.

Diese ist nun mit dem Astralkörper und dadurch auch mit dem Erdenkörper verbunden durch die gleichfalls von hellsichtigen Menschen schon oft geschaute "silberne Schnur". Es ist dies eine Art feinstofflicher Nabelstrang. Er mündet tatsächlich in derselben Gegend wie auch die grobstoffliche Nabelschnur, die uns einst mit dem Mutterleib verbunden hat, nämlich hier im Sonnengeflecht.

Diese "silberne Schnur" ist - wenn man es nüchtern betrachten wollte - die feinstoffliche Ausformung jenes "Konstruktionsgedankens", den wir in der uns bekannten Nabelschnur wiederfinden. Sie ist die Leitung für die Einwirkung des Geistes auf den Erdenkörper.
Sie werden nun wahrscheinlich fragen wollen: Wo sind denn nun diese verschiedenen Hüllen? Nun: Sie sind alle in uns. Aber sie können sich infolge ihrer verschiedenartigen Beschaffenheit nicht miteinander vermischen, sondern nur zusammenschließen. Sie sind ineinandergeschoben wie Teile eines ausziehbaren Fernrohres, und sie werden in dieser Stellung gehalten, gewissermaßen verriegelt, durch jene gewaltige Kraft, die alles in der Schöpfung vom Größten bis zum Kleinsten zusammenhält.

Diese Kraft ist die Strahlung. Wir wissen ja heute aus der Physik, daß jedes Ding strahlt, daß die scheinbare Festigkeit unserer Materie auf nichts anderem beruht als eben dieser Strahlung, die die Elementarteilchen magnetartig verbindet. Ich darf Sie, meine Damen und Herren, in diesem Zusammenhang an ein altes, sehr bekanntes Sprichwort erinnern, das da heißt: "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen." Man hält dies zumeist nur für eine Rechtfertigung der Tafelfreuden.

Doch welche Weisheit, welches Wissen um die wahren Zusammenhänge steckt doch darin! Klar wird hier doch gesagt, daß Leib und Seele zweierlei sind, daß sie nur zusammengehalten werden, und daß es dazu einer bestimmten Beschaffenheit des Erdenkörpers bedarf, zu deren Erzielung die Zufuhr der stofflichen Nahrung eben erforderlich ist. Bekommt er diese Nahrung nicht oder wird er von Krankheit befallen, so wird er geschwächt. Das bedeutet aber zwangsläufig, daß auch seine Strahlkraft, seine Ausstrahlung schwächer wird.

Damit sind wir an dem entscheidenden Punkt angelangt. Ich will Ihnen nun den Schlüssel reichen zum Verständnis jenes Geschehens, mit dem wir uns hier befassen, indem ich wiederum Worte aus der Gralsbotschaft "Im Lichte der Wahrheit" zitiere:
"So kommt es aber auch, daß sich die Seele von einem durch Gewalt zerstörten Körper oder von einem durch Krankheit zerrütteten oder durch Alter geschwächten Körper in dem Augenblicke trennen muß, wo dieser durch seinen veränderten Zustand nicht mehr die Stärke der Ausstrahlung erzeugen kann, die eine derartige magnetische Anziehungskraft bewirkt, welche nötig ist, um seinen Teil zu dem festen Aneinanderschluß von Seele und Körper beizutragen!

Dadurch ergibt sich der Erdentod, oder das Zurückfallen, das Abfallen des grobstofflichen Körpers von der feinstofflichen Hülle des Geistes, also die Trennung. Ein Vorgang, der nach feststehenden Gesetzen erfolgt zwischen zwei Arten, die sich nur bei einem genau entsprechenden Wärmegrad durch die dabei erzeugte Ausstrahlung aneinanderschließen, nie aber verschmelzen können, und die wieder voneinander abfallen, wenn eine der zwei verschiedenen Arten die ihr gegebene Bedingung nicht mehr erfüllen kann." (Vortrag "Der Name")

Seele und Körper müssen also ihren Teil zu dieser Strahlungsverbindung beitragen. In der Regel ist es zwar der sich verbrauchende Erdenkörper, dessen Ausstrahlung aus einem der vorhin genannten Gründe abnimmt, es kann aber auch sein, daß die Verbindung abreißt, weil die Ausstrahlung der Seele nicht mehr mit der erforderlichen Stärke dem Erdenkörper zugewendet ist.

Das sind dann jene Fälle, in welchen ein Mensch, ohne an einer feststellbaren Krankheit zu leiden, abscheidet, einfach deshalb, weil er keinen Lebenswillen mehr besitzt. Aber auch hier gibt es freilich Zwischenstufen. Wenn sich jemand körperlich oder seelisch nicht wohl fühlt, pflegt man da nicht zu sagen: "Er ist nicht ganz beisammen" oder: "Er ist ganz daneben"?
Diese Redewendungen beziehen sich doch ganz deutlich auf eine Lockerung des für unsere Vollkraft nötigen Zusammenhaltes. Hierzu lesen wir denn auch in dem Werke "Im Lichte der Wahrheit":

"Sogar beim Schlaf des grobstofflichen Körpers erfolgt eine Lockerung des festen Anschlusses der Seele, weil der Körper im Schlafe eine andere Ausstrahlung gibt, die nicht so fest hält, wie die für den festen Anschluß bedingte. Da diese aber noch zu Grunde liegt, erfolgt nur eine Lockerung, keine Trennung. Diese Lockerung wird bei jedem Erwachen sofort wieder aufgehoben." (Vortrag "Der Name")

Mit diesem Hinweis auf den Schlaf ist unserem Verständnis eine Brücke gebaut. Hier handelt es sich ja um eine Erfahrung, die jeder von uns allnächtlich machen kann. Man hat den Schlaf oft als den kleinen Bruder des Todes bezeichnet. Tat man dies nur, weil der Mensch im Schlaf dem tätigen Leben entrückt ist? Oder war man sich nicht doch der gleichen naturgesetzlichen Ursache bewußt?
Obwohl der Mensch bekanntlich ein Drittel seines Lebens im Schlafe verbringt, hat die Wissenschaft erst vor knapp zwei Jahrzehnten begonnen, sich der Erforschung des Schlafes zuzuwenden. Die Ergebnisse dieser Forschung sind leider noch zu wenig allgemein bekannt. Ich möchte Ihnen daher einiges darüber berichten, weil wir hier bereits die erste Möglichkeit haben, die Richtigkeit des vorhin Gesagten zu erkennen.

Wir wissen, daß sich in unserem Gehirn ständig mikroelektrische Vorgänge abspielen, deren Wirkungen als Gehirnstrom im Elektroencephalogramm meßbar sind. Dieser Gehirnstrom weist im Wachzustand bis zu 30 Schwingungen pro Sekunde auf. Bei Schlafenden sinkt er im Zuge des Einschlafens bis zu einer halben Schwingung pro Sekunde ab. Zugleich aber vermindern sich auch der Herzschlag, die Atmung, der Blutdruck und die Körpertemperatur. Der Körperhaushalt wird nur noch auf "Sparflamme" aufrechterhalten.

Die Forschung hat damit die äußeren Merkmale einer Abschwächung aller Lebensfunktionen festgestellt, mit der naturgemäß auch eine Abschwächung der durch diese Lebensfunktionen bedingten Ausstrahlung des Körpers einhergeht. Das aber bestätigt genau, was Sie vorhin hörten: Denn diese verminderte Körperstrahlung ermöglicht die Lockerung der Seele. Manche Schläfer haben vor Erreichung des Tiefschlafes sogar den Eindruck, sie würden fallen, sie zucken zusammen. Das ist der Augenblick des Abhebens der Seele aus der bisher festen Strahlungsverbindung.

Erst nach Erreichen des Tiefschlafes beginnt dann der Abschnitt des erlebnisvollen Traumes. Er kann, wie die Schlafforschung festgestellt hat, kaum im Stehen oder Sitzen erreicht werden. Der Körper bedarf dazu einer waagerechten Unterlage, die ein völlig erschlafftes Liegen gestattet.

Die Muskel- und Sehnenreflexe sind jetzt erloschen, so daß mitunter sogar das Kinn herabfällt und der Mensch schnarcht. Der Körper liegt also da, spannungslos wie die Hülle eines Balles, aus dem die Luft entwichen ist. Was brauchen wir noch mehr an Beweisen dafür, daß hier die tragend-belebende Stütze fehlt, die demnach offensichtlich von anderer Art als dieser irdische Körper ist?

Aber während der Körper derart erschlafft ist, träumen wir. Die Schlafforschung hat festgestellt, daß alle Menschen allnächtlich träumen. Weshalb wir uns nur gelegentlich daran erinnern, ließe sich zwar leicht erklären, würde uns aber zu weit vom Thema wegführen. Daß jemand träumt, kann man u.a. auch dadurch feststellen, daß sich dabei die Augen hinter den geschlossenen Lidern auffallend schnell hin- und herbewegen.

Diese schnelle Augenbewegung - meßbar im Oculogramm - ist so charakteristisch, daß sie diesem Abschnitt des Schlafes sogar den Namen gegeben hat. Man bezeichnet ihn als REM-Schlaf, was eine Abkürzung für "rapid eye movements", eben für diese schnellen Augenbewegungen ist. Weckte man die Schläfer in diesem Abschnitt, so bestätigten sie, daß sie eben lebhaft geträumt hätten.

Die Augenbewegungen hinter den geschlossenen Lidern entsprachen dabei manchmal sogar dem Trauminhalt: Träumte jemand, er steige eine Leiter hinauf, so blickten die Augen nach oben, träumte er, er hebe etwas vom Boden auf, so sah er hinunter. Durch die geschlossenen Lider des Erdenkörpers aber gibt es doch nichts zu sehen.

Die Forschung liefert uns solcherart bereits den Beweis dafür, daß unser Ich doch etwas anderes ist als dieser Körper, und daß dieses Ich, der Geist, sieht und erlebt, wobei die Augen des Erdenkörpers diesen Eindrücken nur deshalb folgen, weil die Verbindung der Seele zu dem Körper im Schlafe ja noch nicht gelöst, sondern nur gelockert ist. Daß diese Augenbewegungen schneller als im Wachzustand und ruckartig verlaufen, läßt vermuten, daß der Geist eine Welt höherer Lebendigkeit erlebt, der das träge Erdenauge kaum zu folgen in der Lage ist.

Quelle:www.gral.de

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