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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Allgemeines zu Sterben, Tod und Trauer
Jana78 ( Gast )
Beiträge:

25.10.2005 19:27
Wieso wir nach dem Tode leben (1) antworten

Der Tod bedeutet nur das Ablegen des Erdenkörpers; wir selbst aber leben weiter. Dieses Wissen öffnet das Tor zur Ganzheit unseres Seins und ermöglicht auch die Ant- wort auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens.
Von Richard Steinpach.

"Wieso wir nach dem Tode leben" ist der vielleicht seltsam klingende Titel dieses Vortrages, denn er setzt etwas voraus, das für die meisten Menschen ja keineswegs feststeht, nämlich, daß es ein Fortleben nach dem Tode gibt. Es gibt zwar manche, die daran glauben, aber ihre Vorstellungen davon gehen weit auseinander und bei näherer Prüfung stellt sich heraus, daß es sich oft nur um eine Hoffnung, nicht aber um wissende Überzeugung handelt.

Andere, die zeigen wollen, wie furchtlos sie der Begrenztheit ihres Daseins gegenüberstehen, erklären hingegen, mit dem Tode sei alles aus. Zwischen diesen beiden Lagern steht schließlich noch die große Anzahl jener, die aus Angst, sie könnten an etwas glauben, das noch nicht hinlänglich bewiesen ist, den Tod einen großen Unbekannten sein lassen, in dessen unbegreifliche Unausweichlichkeit man sich eben zu fügen hat. Aber wir müssen nicht in dieser Ungewißheit verbleiben. Die Wahrheit liegt zum Greifen nahe vor uns - wenn wir uns nicht selbst davor verschließen.

In den letzten Jahren hat man den Tod gewissermaßen "wieder entdeckt". Eine eigene Wissenschaft befaßt sich jetzt mit dem Sterben, die Thanatologie, abgeleitet von dem griechischen Wort "thanatos" = der Tod. Von den zahlreichen, in dieser Hinsicht exakt wissenschaftlich tätigen Forschern war es vor allem der amerikanische Arzt Dr. Raymond Moody, dessen Buch vom "Leben nach dem Tod" (Rowohlt-Verlag GmbH, Hamburg) ein Verkaufsschlager geworden ist. Das zeigt doch, daß die Menschen nach einer Antwort auf diese Frage verlangen. Aber wie weit konnten die in den letzten Jahren hierüber so zahlreich erschienenen Bücher diese Antwort geben?

Dr. Moody hat ebenso wie andere Forscher Berichte Sterbender zusammengetragen, darunter vielfach auch solcher Personen, die bereits als klinisch tot galten und dennoch wieder ins irdische Dasein zurückgeholt werden konnten. Das Interesse galt hier aber nicht diesem medizinischen Ereignis, sondern der verblüffenden Gleichartigkeit der Erlebnisse, die jene Personen in der Spanne zwischen Leben und Tod hatten. Es waren dies Menschen von verschiedenem Bildungsgrad und sozialem Stand, sie lebten teils auf dem Lande, teils in Städten, entstammten verschiedenen Völkern, ja sogar anderen Kulturkreisen.

Sie hatten unterschiedliche religiöse Vorstellungen, litten an verschiedenen Krankheiten oder Verletzungen und wurden ärztlich anders versorgt. Dennoch hatten sie bei ihrem Pendeln um die Todesschwelle nahezu gleichartige Stationen durchlaufen. Bei ihnen allen stand am Beginn ein neuartiger Zustand, den Dr. Moody die "Ausleibigkeit" nennt.

Die befragten Personen befanden sich außerhalb ihres Körpers. Sie sahen sich selbst - oder besser gesagt, diesen Körper, mit dem sie sich nicht mehr ident fühlten - auf dem Bette oder der Unfallstelle liegen, sie sahen die Bemühungen der Umstehenden und hörten deren Worte. Jene Personen, die - nach Moody - "tiefer in das Reich des Todes eingedrungen waren", hatten das Gefühl, durch eine dunkle Enge gezogen zu werden. Dann sahen sie ein helles, nicht blendendes Licht, fühlten die Nähe eines liebevollen Wesens und erfuhren eine Rückschau auf ihr Leben. Ihr Zeitbegriff und ihr Wissen hatte sich verändert, erweitert, sie meinten, die wahren Zusammenhänge zu verstehen.

Mit den Zweifeln, die gegen Dr. Moodys Bericht vom "Leben nach dem Tode" geltend gemacht wurden, brauche ich mich hier nicht zu befassen. Dr. Moody hat die Zweifler selbst hinlänglich widerlegt. Hier soll es um etwas anderes gehen: So wertvoll, so bedeutungsvoll die Forschungsergebnisse der Thanatologen auch sind, so haben sie doch nur Erlebnisschilderungen zusammengetragen. Den Vorgang des Sterbens haben sie damit noch nicht erklärt. Zum Verständnis der Bedeutung dieses so wichtigen Wendepunktes aber müssen wir doch wissen, wieso es überhaupt geschehen kann, daß wir nach dem Tode weiterleben.

Diese Lücke zu schließen, ist der Zweck meiner Niederschrift. Sie sollen hier jene Erklärungen erhalten, die Sie in keinem der Bücher, die über das Sterben in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, gefunden haben. Dann erst sind Sie nämlich in der Lage, die Berichte, die die Wissenschaftler zusammengetragen haben, zu verstehen und einzuordnen. Diese Berichte haben nämlich nichts Unheimliches oder Sensationelles an sich. Es sind Bruchstücke, Momentaufnahmen aus einem Geschehen, das Sie in einem viel weitergehenden Maße zu überschauen in der Lage sein sollen. Denn auch der Tod ist ein ganz natürlicher Vorgang, der nach feststehenden, klaren und - das scheint für uns das Wichtigste - einsehbaren Gesetzen abläuft.-

Ich schicke voraus: Die Erklärungen, die Sie hören sollen, fußen auf der Gralsbotschaft "Im Lichte der Wahrheit", ein Werk, von dem noch zu sprechen sein wird. Daß es seinen Titel zu Recht trägt, werden Sie allein schon daraus ersehen können, daß das darin Gesagte in der Lage ist, z.B. alle im weitesten Sinne mit dem Tode zusammenhängenden Vorgänge verständlich zu machen. Ich lade Sie daher ein, zunächst vorurteilsfrei aufzunehmen, was ich Ihnen darüber darlegen möchte.

Wenn ich sage "vorurteilsfrei", dann meine ich damit: Sie sollen, wenn Sie etwas lesen oder hören, das Ihnen neu oder erstaunlich erscheint, nicht gleich bei sich ein "das gibt es nicht" entgegenhalten oder es an Ihren bisherigen eigenen Vorstellungen messen. Sie sollen vielmehr darüber nachdenken und das Gehörte prüfen. Prüfen aber können und sollen Sie es in der Folge dadurch, daß Sie es auf uns bekannte Tatsachen und auf die vorliegenden Schilderungen anwenden.
Und ich meine schließlich damit noch ein Zweites: Wir sollten uns endlich abgewöhnen, Unsichtbares als unbegreiflich oder gar unnatürlich anzusehen. Diese Haltung entbehrt jeder Berechtigung. Nur zu gut wissen wir Bescheid über die Unzulänglichkeit unserer Sinne. Schon das Infrarot, das Ultraviolett oder den Ultraschall können wir nicht mehr wahrnehmen.

Ständig sind wir, ohne es zu merken, umgeben, ja durchdrungen von Wellen verschiedenster Art. Es wäre also unsinnig, wollte man leugnen, daß es auch Wirklichkeiten jenseits unserer Sinne gibt. Allein, daß wir überhaupt einen Begriff wie den des "Jenseits" haben, sagt doch schon, daß wir uns des Bestandes solcher Welten durchaus bewußt sind.

Beginnen wir zum besseren Verständnis des Folgenden gleich damit, diese Bereiche begrifflich abzugrenzen. Das Irdische will ich im weiteren Verlauf als Grobstofflichkeit, das Jenseitige als Feinstofflichkeit bezeichnen, wobei wir uns darüber klar sein müssen, daß es sich dabei nur um eine großflächige Unterscheidung handelt, die Übergangsstufen vorerst unberücksichtigt läßt.
Die erste Voraussetzung für die weitere Betrachtung ist, daß wir Klarheit gewinnen über uns selbst, über die Frage: Was ist denn der Mensch? Die Erkenntnisse der Darwinisten, der Neo-Darwinisten, der Verhaltensforscher und Evolutionswissenschaftler sind ja nur Halbwahrheiten, richtig und falsch zugleich.

Sie betreffen nämlich nur die Entwicklung unseres Körpers und seiner Einrichtungen. Aber der eigentliche Mensch ist nicht dieser Körper. Das wäre so, als wollte man zwischen dem Lenker eines Fahrzeuges und dem Fahrzeug selbst nicht unterscheiden. Denn da ist doch etwas in uns, das fähig ist, sich seiner selbst bewußt zu sein, das über sich selbst nachdenken kann, etwas, das uns allein schon vom Tier unterscheidet.

Dieses Etwas kann nicht nur Freude und Trauer, Liebe und Haß, sondern auch so Abstraktes wie Kunst, Schönheit, Erhabenheit empfinden. Und mit diesem Worte "empfinden", das sich hier wie selbstverständlich anbietet, treffen wir genau das eigentlich Menschliche in uns. Dieses eigentlich Menschliche ist Geist! Seine Stimme, seine Sprache, durch die er sich für uns bemerkbar macht, ist die Empfindung. Sie ist jene Aufwallung, die nicht von äußeren Sinnenreizen abhängig ist, sondern spontan der innersten Tiefe unseres Wesens entquillt.

Damit haben wir zwar den Weg zum Erspüren, zum Erleben unseres Geistes gefunden, aber es erscheint mir erforderlich, diesen Begriff noch schärfer abzugrenzen. Hören Sie also, was in der Gralsbotschaft "Im Lichte der Wahrheit" darüber gesagt wird:
"Geist ist nicht Witz und nicht Verstand! Geist ist auch nicht erlerntes Wissen. Mit Irrtum nennt man deshalb einen Menschen "geistreich", wenn er viel studierte, las, beobachtete und sich darüber gut zu unterhalten weiß. Oder wenn er durch gute Einfälle und Verstandeswitz brilliert. Geist ist etwas ganz anderes.

Er ist eine selbständige Beschaffenheit, aus der Welt seiner Gleichart kommend, die anders ist als der Teil, dem die Erde und damit der Körper angehört. Die geistige Welt liegt höher, sie bildet den oberen und leichtesten Teil der Schöpfung ...
Geist hat mit irdischem Verstande nichts zu tun, nur mit der Eigenschaft, die man als das "Gemüt" bezeichnet. Geistreich ist also gleichbedeutend mit "gemütvoll", aber nicht verstandesvoll." (Vortrag "Es war einmal ...!")

Es ist ein trauriges Zeichen dafür, wie sehr wir den Geist in uns schon verschüttet haben, daß wir ihn überhaupt, wie es leider so oft geschieht, mit dem Verstande verwechseln können. Das einzige, das der Verstand vermag, nämlich eingegebene Erfahrungen und Informationen zu verknüpfen und daraus Schlüsse zu ziehen, das können heute die Denkmaschinen schon viel besser als wir. Der Verstand ist ja nur ein körpergebundenes Werkzeug, das es dem Geiste ermöglichen soll, sich in dieser irdischen Welt sinngerecht auszuwirken.

Unser wahres Ich ist also Geist. Er ist das einzig Lebendige, das in diesem Erdenkörper steckt, das ihn als solchen am Leben erhält. Aber dieser Geist steckt nicht unmittelbar darin, dazu ist seine Art von der des Erdenkörpers zu verschieden. So besitzt der Geist ihm in der Stufenordung der Schöpfung näherkommende, feinere, leichtere, durchlässigere Hüllen, so auch eine aus Feinstofflichkeit.

Dieses Erscheinungsbild, der Geist in seiner feinstofflichen Körperhülle, ist es, das schon von vielen hellsehenden Menschen geschaut wurde, und auf das der Begriff "Seele" - unter dem man sich leider so wenig vorzustellen pflegt - paßt. Die "Seele" ist also nichts Selbständiges, das neben dem Geiste besteht; es ist der feinstofflich umkleidete Geist.

Für das Vorhandensein eines solchen feinstofflichen Leibes finden wir einen geradezu dramatischen Bericht im Neuen Testament. Da erschien Jesus nach der Grablegung sowohl Maria Magdalena wie auch mehrfach seinen Jüngern. Er ging neben ihnen, sie sprachen mit ihm, aber sie erkannten ihn nicht. Er trat ein in Räume, deren Türen verschlossen waren - und erst, als er mit ihnen bei Tisch das Brot brach, merkten sie, daß es Jesus war.

Das sagt doch ganz deutlich, daß er in anderer, veränderter leiblicher Gestalt zu ihnen kam, eben in jenem feinstofflichen Leib, den zu schauen sie, aufgerüttelt durch die erlebnistiefen Geschehen der vergangenen Tage, damals befähigt waren. Wäre es anders, so hätten sie ihn doch gleich erkannt. Jesus aber wollte ihnen damit nicht nur sagen, daß er auferstanden war; er wollte ihnen zeigen, daß das Leben weitergeht, nicht erst nach einem fernen Jüngsten Tag, sondern sogleich nach dem Erdentode. ...

Quelle:www.gral.de

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