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Augenblicke zwischen Leben und Tod


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 Allgemeines zu Sterben, Tod und Trauer
Jana78 ( Gast )
Beiträge:

25.10.2005 19:17
Die Erforschung des Todes 3 (2) antworten

... Jahre später hörte ich eine identische Geschichte von einem meiner Studenten an der Universität in East Carolina, und dann fing ich an, dieses Phänomen systematisch zu untersuchen. Als ich Medizin studierte, sprach ich mit vielen Menschen, die so ein Erlebnis hatten. Ich wurde gebeten, ein Buch darüber zu schreiben, das 1975 erschien (Anm. d. Red.: „Leben nach dem Tode“, siehe dazu GralsWelt Heft 15) – zehn Jahre, nachdem ich Dr. Ritchies Geschichte gehört hatte. Und so rief ich ihn an und fragte ihn, ob ich ihm mein Buch widmen dürfe.

Und George sagte: „Nun, das ist ja sehr nett, aber es wäre mir viel lieber, wenn du es Christus widmen könntest, denn er hat mir zu diesem Erlebnis verholfen.“ Das habe ich getan: Ich widmete es Christus und George Ritchie. Im folgenden März, 1976, ging ich an die Universität von Virginia, um dort mein Assistenzjahr als Psychiater zu verbringen und konnte so Dr. Ritchie das erste Mal in all diesen Jahren besuchen. Ich war bei ihm zu Hause zum Abendessen eingeladen. Am darauffolgenden Abend fuhr ich nach Macon, Georgia, zurück, wo meine Eltern lebten, und sprach mit meinem Vater darüber, am Abend zuvor Dr. Ritchie getroffen zu haben – die erste Person mit einem Nahtoderlebnis, die ich kennengelernt hatte.

Noch heute sehe ich den Ausdruck im Gesicht meines Vaters und höre, was er zu mir sagte. In der Psychiatrie würde man sagen, er benutzte als Ausdruck seiner Nervosität eine abgekürzte, „telegraphische Sprache“: „Das ist sehr interessant“, sagte er, „Dr. George Ritchie … Camp Barkley … Texas … Dezember 1943 … Ich war da – und du auch!“ Tatsächlich waren meine Eltern beide im frühen September 1943 in Camp Barkley gewesen, damit mein Vater zur Offiziersschule gehen konnte. Ich wurde dort im späten September 1943 gezeugt; Georges Erlebnis fand am 24. Dezember 1943 statt, und meine Eltern zogen am 29. Dezember 1943 von Camp Barkley weg. Also war ich bei diesem Erlebnis, das mein weiteres Leben so dramatisch verändert hat, wenngleich ungeboren, schon dabei gewesen!

GralsWelt: Das ist eine erstaunliche Geschichte!

Dr. Moody: Es wird noch unglaublicher. 1964, noch bevor ich George Ritchie kennenlernte, fuhr ich mit meinem Onkel Fairly übers Land – er war ein Polizeikommandant in Oxford, Georgia, in der Nähe meines Geburtsortes Porterdale. Dabei sah ich dort eine wunderschöne alte Mühle, die mich so sehr ansprach, daß ich mir vornahm, einmal selbst in so einer Mühle zu leben. Also verbrachte ich die nächsten Sommer damit, eine solche Mühle zu finden – und fand dabei heraus, daß es erstens wenige davon gibt und daß zweitens die Leute, die so eine Mühle besitzen, diese nicht verkaufen wollen. Also gab ich die Idee 1967 auf.

1989 brauchte ich einen Ort, an dem ich forschen konnte. Zu dieser Zeit war ich an dem West Georgia College beschäftigt, und ich schaute mich nach einem geeigneten Platz in der Nähe um. Allerdings waren die Grundstückspreise um Atlanta so hoch, daß ich nichts fand, was ich mir hätte leisten können.

Dann empfahl mir die Sekretärin der Psychologie-Abteilung, doch über die Bundesstaatsgrenze zu gehen, ins 19 Meilen entfernte Alabama, dort seien die Grundstücke preiswerter, und ich würde bestimmt etwas finden.
Ich fragte also eine aus Alabama stammende Freundin, die in Atlanta als Immobilienmaklerin arbeitete, ob sie für mich etwas finden könne. Und eines Morgens, im Januar 1990, rief sie mich an und sagte: „Raymond, laß uns morgen mal nach Alabama rüberfahren!“ Sie hatte einen guten Freund, der dort Sheriff war und uns herumführen sollte.

Ich hatte keine Ahnung, wohin wir fuhren. Meine einzige Auflage war, daß das Grundstück nahe der Bundesstaatsgrenze gelegen sein sollte, so daß ich hin und her pendeln könnte. Nach einer Weile bemerkte ich ein wunderschönes Haus in viktorianischem Baustil mit einem Schild: „Zu verkaufen“ vor der Tür. Dem Sheriff war der Makler bekannt, und so fuhren wir in dessen Büro. Ich bekundete mein Interesse „an dem kleinen viktorianischen Haus, das zum Verkauf steht“. Und er fragte mich darauf: „Was suchen Sie denn wirklich?“ Ich antwortete, daß ich ein Psychiater sei, der einen Platz zum Forschen und Schreiben suche. Und er sagte: „Lassen Sie mich Ihnen mal etwas zeigen, es ist in der Nähe meines Wohnortes!“

Er brachte mich zu einem wunderschönen Platz, der über eine alte Brücke führte, und da stand eine … alte Mühle. Nie hatte ich irgendwem gegenüber etwas von einer Mühle erwähnt, der Gedanke war für mich abgeschlossen gewesen. Jetzt flippte ich aus und sagte spontan: „Wunderbar, ich nehme sie!“ Dann sagte der Makler: „Es gibt nur ein kleines Problem, sie ist nicht zu verkaufen.“ Der Grund, warum er mich dahin gebracht hatte, war, daß die erwachsenen Kinder der alten Eigentümer derselben Kirche wie er angehörten.

Deren Eltern wohnten „immer schon“ in dieser Mühle und wollten sie auch nicht verlassen. Aber die Kinder machten sich Sorgen um ihre Eltern, da die Mutter eine schlimme Arthritis in ihren Knien hatte und der Vater krank war. Also hatten sie ihren Maklerfreund gebeten, jemanden zu finden, der ihre Eltern auf eine sanfte Art aus der Mühle befördert.

Nun rief der Makler also die Mutter an und sagte ihr, daß er jemanden dabei habe, der sich die Mühle anschauen wolle. Sie antwortete: „Sie können gerne mit ihm vorbeikommen, aber wir verkaufen nicht. Wir lieben unsere Mühle.“
Wir fuhren dorthin. Ich betrat das Foyer und sagte: „Hallo, ich bin Raymond Moody!“ Woraufhin die Dame entgegnete: „Raymond Moody … Raymond Moody … Sind Sie nicht der Mann, der dieses Buch schrieb?“ Und sie führte mich in den Raum, der heute mein Wohnzimmer ist, griff in das Regal neben dem Kamin und nahm ein Buch mit der Widmung an George Ritchie heraus. Und sie sagte: „Wissen Sie, Dr. George Ritchie ist einer unserer allerliebsten Freunde! Dies muß ein Zeichen sein.“ Und deshalb habe ich die Mühle bekommen …

GralsWelt: Was sind denn Ihre weiteren Pläne für die Zukunft?

Dr. Moody: Wenn man irgend etwas in seinem Leben erreicht hat, wie ich mit diesem Buch „Leben nach dem Tod“, dann wollen die Menschen einen für den Rest seines Lebens daran festmachen, und sie lassen es nicht gerne zu, daß man weiterkommt oder in andere Bereiche vorstößt. Sie möchten lieber, daß ich ihnen die gleichen Sachen sage, die ich schon 1976 gesagt habe.

Tatsache ist aber, daß ich seitdem viele Dinge dazugelernt und in ein halbes Dutzend anderer Gebiete vorgedrungen bin. Ich stelle immer noch Fragen und ziehe daraus einen enormen praktischen Gewinn – nicht nur für mich, sondern auch für andere. Ich weiß nicht ganz genau, womit ich mich in der Zukunft beschäftigen werde, aber ich möchte weiterhin in meiner Art und Weise Fragen stellen.

Quelle:www.gral.de

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